TO MOVE TO LEAVE A TRACE
Mein Körper ist Material, und das Material ist eine Spiegelung meines Körpers – eine symbolische Erweiterung meiner physischen Präsenz. 65 Kilogramm Mehl entsprechen meinem Körpergewicht, eine fragile Masse, die sich meiner Bewegung anpasst, sich verformt, zerstreut und wieder verdichtet.
Meine Aufgabe ist Bewegung – das ständige Beschreiben der Welt, während ich mich in ihr bewege. Ich erschaffe Unordnung, um sie zu ordnen, vollende Handlungen endlos, nur um sie zu dekonstruieren. Ich offenbare, wie sehr ich in den Kreislauf täglicher Handlungen verstrickt bin, ein System erschaffend, dem ich zugleich diene. Die Versuche, das Unmögliche zu vollenden, lassen Dilettantismus und Scheitern sichtbar werden. Sinnlose Gesten werden bedeutungsvoll durch ihre Wiederholung, durch das bloße Bestehen im Moment ihrer Ausführung. Ich entwerfe ich eine alternative Realität – eine, die nicht festgelegt, sondern im ständigen Wandel begriffen ist.